starting small.



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Wenn wir etwas ändern wollen, an uns, am anderen, an unserem Leben, denken wir immer gross. Wir meinen, dass unser Leben oft nicht gut genug ist. Wir vielleicht den falschen Weg eingeschlagen haben. Dass so vieles anders sein müsste. Auch so vieles an uns.


Dann stehen wir auf uns machen Listen und schmieden grosse Pläne und wollen alles ändern und dann geht das ein paar Tage gut und dann: sinken wir wieder zurück ins Alte.

Natürlich! Wie auch sonst! Für unser System sind solche Ausbrüche interessant, aber auch überfordernd. Sie sind mit sehr viel Druck und Erwartungshaltung verbunden. Und können deshalb nicht lange anhalten.


Viel wichtiger, als dir vorzunehmen, dein Leben zu ändern, deine digitalen Gewohnheiten radikal umzustürzen, ist, ganz klein anzufangen.


Wirklich GANZ klein.


Kleiner, als es dein Ego zulassen würde. Kleiner, als du dachtest. So klein, dass du manchmal sogar ein bisschen in deine Scham kommst, weil du denkst: Das reicht nicht. Das ist nicht genug.


Doch glaube mir: Es ist genug.

A little goes a long way, sagt mein Lieblings-Yoga-Mensch Adriene immer.

Soften and allow, sagt mein anderer Yoga-Lieblings-Mensch, Tara Stiles, immer.

Atomic Habits!, sagt Autor James Clear. Und er hat so sehr recht. Hier geht's zu seinem Buch, falls ihr interessiert seid.

Mach mal wenig, aber täglich, sagt meine Freundin Dania von Klarheit immer zu mir.


Also beginne auch ich klein. Es fällt mir nicht leicht, weil ich der "alles oder nichts"-Typ bin. Von Null auf Hundert und wieder auf Null.


Doch stetig ein bisschen ist wichtig. Für unsere Gesundheit, für unsere psychische Stabilität. Und, damit wir überhaupt lernen können, dass sich Dinge verändern, wenn wir dranbleiben. Ohne, dass wir uns völlig aufgeben müssten.

Im Gegenteil: Jeden Tag ein bisschen lässt uns unseren Alltag anders, glücklicher, zufriedener gestalten.


Weil der ALLTAG am Ende unser Leben ist. Natürlich erleben wir Abenteuer, wenn wir wegfahren. Kommen mal wirklich runter, wenn wir ein Retreat buchen. Doch am Ende wollen wir doch täglich ein zufriedeneres Leben führen. Nicht nur ab und zu.


Genau so, wie wir täglich unseren digitalen Umgang reflektieren und verändern können. Und nicht, indem wir alle paar Monate mal digital detox machen, um danach wieder in alte Gewohnheiten zu verfallen.


Also: Beginnen wir klein. Starting small.


Was kannst du ab heute tun, um ein bisschen Abstand zu deinen Geräten zu bekommen, ohne, dass sich das für dich unmachbar anfühlt? Denk darüber nach, welche Möglichkeiten du konkret im Alltag hast, eine kleine, kleinste Pause einzulegen.


  • Smartphone ausschalten schon abends vor dem Zähneputzen statt danach?

  • Es ausserhalb des Schlafzimmers aufladen statt neben dem Bett?

  • Das Checken deiner Nachrichten an eine konkrete Handlung knüpfen, beispielsweise, wenn du im Zug sitzt oder Tram fährst?

  • Dir fix einmal in der Woche einen Telefontermin mit einer geliebten Person eintragen, die leicht vergessen geht, in der Hektik des Alltags?

  • Jeden Morgen fünf tiefe Atemzüge am Fenster, bevor du dir den ersten Kaffee machst?


Ich motiviere mich selbst mit Bullet Journaling und Habit Tracker. So bleibe ich dran, freue mich über meine Beständigkeit und mache mir meine Prioritäten immer wieder neu bewusst.